Pétanque Spielgemeinschaft PSG Trostberg
 

Auf dieser Seite finden sich generelle Texte zur PSG, die sich in erster Linie an die Mitglieder richten. 


Unser Selbstverständnis vom Spielbetrieb der Pétanque-Spielgemeinschaft (PSG) Trostberg

Wir verstehen uns als Spielgemeinschaft als eine Gruppe von Menschen, die gerne Boule spielen. Darum haben wir die PSG gegründet - um Gleichgesinnten die Möglichkeit zu bieten, sich regelmäßig zu treffen.

Die Motivation mittwochs und samstags zum Spielbetrieb zu kommen, ist dabei bei den einzelnen Menschen ganz unterschiedlich. Die Einen kommen, weil sie Spaß am Spiel haben, das man auch im Alter oder mit körperlichen Einschränkungen gut bestreiten kann. Es geht darum, nette Menschen zu treffen, gemeinsam Spaß zu haben und sich an der frischen Luft zu bewegen. Neben dem Spaß, geht es vielen auch um die Verbesserung ihres Spiels. Darüberhinaus haben manche die Ambition, sich mit anderen - außerhalb unserer PSG - in Turnieren zu messen. Bis dahin, dass sie in der bayerischen Liga, im Pokal oder bei einzelnen Meisterschaften antreten. Wir haben also „reine Freizeitspieler*innen“ und Spieler*innen mit Lizenz, die mit unterschiedlichem Ehrgeiz bei der Sache sind. Diese unterschiedlichen Interessen „unter einen Hut“ zu bringen ist nicht immer einfach.
Was aber alle bei uns in der PSG eint, ist die Lust am Boule-Spiel gemeinsam mit netten Menschen.
Dabei steht der gegenseitige Respekt und die Fairness im Vordergrund. Dass wir miteinander reden und nicht übereinander. Dass wir uns gegenseitig unterstützen, wenn mal wieder ein Wurf nicht so gelingt, wie wir es gerne hätten. Dass wir, auch wenn wir gegeneinander spielen, uns nicht von unserem Ehrgeiz leiten lassen, sondern Andere an unseren Können teilhaben lassen. Das heißt konkret: wir beantworten Fragen zu Regeln, Technik, Taktik; wir geben Rückmeldung, wenn erwünscht ist; wir unterstützen, wenn auf dem Platz mal die Meinung einer unbeteiligten Person gebraucht wird. Ein Mitglied brachte es bei der Versammlung im Januar ´26 sehr treffend auf den Punkt: „gewinne bescheiden - verliere souverän“!
Bei unserem regelmäßigen Spielbetrieb am Mittwoch und Samstag steht das Boule-Spiel im Vordergrund.  Also der Freizeitsport, bei dem es um Spaß geht und nicht um Wettkampf. Das heißt aber nicht, dass es dabei ohne Regeln abläuft. Wir orientieren uns an den Regeln des „Deutschen Pétanque Verbandes“, halten uns aber nicht immer strikt daran. Wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, werden sie jedoch auch mal zu Rate gezogen. Darüber hinaus haben wir ein paar Grundregeln für unseren Spielbetrieb - siehe weiter unten.
Bei unseren internen Turnieren gibt es dann schon konkretere Regeln. Diese werden jeweils zum Beginn nochmal für alle geklärt. Ansonsten richten wir unsere Turniere immer so aus, dass alle teilnehmen können, die teilnehmen wollen.
Für alle Mitglieder bieten wir in der Regel am Samstag eine halbe Stunde Training an, bevor der Spielbetrieb beginnt. Darüberhinaus machen wir seit 2026 in unregelmäßigen Abständen ein selbstorganisiertes mehrstündiges Training.
Für die Mitglieder, die mit dem Boule größere Ambitionen haben, gibt es die Möglichkeit, eine Lizenz zu erwerben. Wir haben eine Gruppe von Menschen, die in der Liga spielen. Hier wird Pétanque gespielt. Das heißt, es geht um Wettkampf. Man will mindestens gut spielen - wenn es gut läuft, gewinnen. Die Regeln des Pétanque-Verbandes sollten bekannt sein, weil sie eingehalten werden müssen. Um das zu gewährleisten, haben sich die Ligaspieler*innen geeinigt, dass sie sich mindestens vor und während der Saison regelmäßig treffen und trainieren. Dabei geht es zum einen um das Trainieren von Würfen. Darüberhinaus geht es darum zu klären, wie gehen wir miteinander um, wie verhalten wir uns im Liga-Spiel, was läuft gut - was läuft nicht so gut - wie besser.
Um die PSG als Gruppe nicht zu sehr zu belasten, finden diese Trainings und Treffen außerhalb des Spielbetriebes der PSG statt. Es wird sich allerdings während der ca. 3-monatigen Saison nicht vermeiden lassen, dass die Treffen mitunter am Samstag stattfinden, damit auch die Erwerbstätigen teilnehmen können.

Weiteres findet sich in unseren Leitlinien - hier zum Download:



Das Wichtigste zum Boule-Spiel in aller Kürze

3 Spielformen
Tête                  eine Person spielt gegen eine andere, jede Person hat 3 Kugeln
Doublette     zwei Personen bilden ein Team und spielen gegen ein anderes Team, jede Person spielt mit 3 Kugeln
Triplette        ein Team besteht aus 3 Personen und spielt gegen ein anderes 3er-Team, jede Person spielt mit 2 Kugeln.                            In jedem Team gibt es den „Pointeur“-Leger (deren Aufgabe ist primär, die Kugel zu legen)dem „Tirieur“ - Schießer.   (Hauptaufgabe besteht darin, die gegnerische Kugel zu schießen) und dem „Millieu“ - Mittelspieler (diese Person legt oder schießt); die Aufgaben werden dem Spielverlauf angepasst und können auch gewechselt werden.

Der Abwurf / Sauwurf

  • Die Mannschaft, die beim Auslosen gewonnen hat (beim „Aussauen“ dichter an der Zielkugel war) bzw im laufenden Spiel führt, wirft die Zielkugel (das „Schweinchen“) aus dem Kreis (beide Füße sind im Kreis und berühren diesen nicht!).
  • Die Sau muss zwischen 6 und 10 Meter vom Kreis entfernt liegen bleiben.
  • Liegt sie kürzer oder länger, bekommt sie der Gegner überreicht, der sie frei (im Rahmen der Regeln) legen darf.
  • bei Spielbeginn muss sie mindestens 50 cm von Hindernissen ( höher als 25 cm z.B. den Rändern des Platzes oder den Bäumen auf dem Platz) und 1,5 m von Kreis oder Sau eines anderen Spiels entfernt liegen - falls nicht, wird sie ebenfalls durch den Gegner verrückt.

Der Spielverlauf

  • Ziel ist es, die eigenen Kugeln möglichst dicht an die Zielkugel zu platzieren.
  • Wenn beide Mannschaften keine Kugel mehr haben, ist „Aufnahme“ beendet und es wird gezählt. Jede Kugel, die besser liegt als die erste gegnerische, zählt 1 Punkt.
  • Das Spiel endet, wenn eine Mannschaft 13 Punkte hat.

Ablauf einer Aufnahme

  • Die Mannschaft, die beim Auslosen gewonnen, bzw im Laufe des Spiels gepunktet hat, beginnt mit dem Sauwurf und legt ihre erste Kugel.
  • Die gegnerische Mannschaft platziert ihre Kugel(n), bis eine näher an der Zielkugel liegt.
  • Wechsel

Fairness während des Spiels

  • Die Mannschaft, die gerade spielt, wird nicht gestört!
  • Steht ein*e Spieler*in im Kreis, wird nicht geredet und er*sie nicht abgelenkt.
  • Die gegnerischen Spieler*innen stehen nicht in Kreisnähe, sondern befinden sich idealerweise seitlich hinter der Zielkugel, im Abstand von min. 2 Metern.
  • Würfe werden nicht kommentiert.
  • Ist die Kugel geworfen: So schaut als erstes die spielende Mannschaft, ob sie gepunktet hat und veröffentlicht. Erst danach kann die gegnerische Mannschaft gucken. Am Ende der Aufnahme muss jede*r Spieler*in die Möglichkeit haben, sich das Ergebnis anzuschauen, bevor die Kugeln entfernt werden.
  • Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen: Gibt es unterschiedliche Meinung darüber, welche Mannschaft nach dem letzten Wurf „hat“, misst die werfende Mannschaft nach. Ist der Gegner anderer Meinung, kann er danach ebenfalls messen. Gibt es immer noch unterschiedliche Meinung, wird eine neutrale Person gebeten, zu messen - deren Urteil gilt.

Zum Ausdrucken gibt es hier den Text: